IVDD (Bandscheibenerkrankung) bei Hunden
- Vet. Ebru ARIKAN

- 29. Mai
- 17 Min. Lesezeit
Was ist IVDD (Bandscheibenerkrankung) bei Hunden?
Die Bandscheibenerkrankung (IVDD) beim Hund ist eine Wirbelsäulenerkrankung, die auftritt, wenn die Bandscheiben zwischen den Wirbeln degenerieren, sich vorwölben oder reißen und Druck auf das Rückenmark ausüben. Normalerweise dienen diese Bandscheiben als Stoßdämpfer und schützen die Wirbelsäule bei Bewegungen. Sind sie geschädigt, können sie Schmerzen, Schwäche , Nervenfunktionsstörungen und sogar Lähmungen verursachen.

Diese Erkrankung tritt besonders häufig bei Rassen mit langem Rücken und kurzen Beinen auf, wie zum BeispielDackel , Französische Bulldoggen , Corgis und Beagles . Bei diesen Hunden degenerieren die Bandscheiben oft schneller als normal und können bei alltäglichen Aktivitäten wie Springen, Laufen oder Treppensteigen plötzlich reißen.
Es gibt zwei Hauptformen der IVDD:
Typ | Beschreibung |
Hansen Typ I | Plötzlicher Bandscheibenvorfall mit akuter Rückenmarkskompression |
Hansen Typ II | Langsame Bandscheibenvorwölbung, die zu chronischer Kompression führt |
Die Lage der geschädigten Bandscheibe beeinflusst die Symptome. Bandscheibenprobleme im Nackenbereich verursachen häufig starke Nackenschmerzen und -steifheit, während Bandscheibenprobleme im mittleren Rückenbereich meist die Hinterbeine und die Gehfähigkeit beeinträchtigen.
Tierärzte stufen die Bandscheibenerkrankung üblicherweise nach Schweregrad ein:
Grad | Klinische Anzeichen |
Klasse 1 | Schmerz nur |
Klasse 2 | Schwäche, aber Gehen |
Klasse 3 | Kann nicht selbstständig gehen |
Klasse 4 | Lähmung mit tiefem Schmerzempfinden |
Klasse 5 | Lähmung ohne tiefe Schmerzempfindung |
Bei Hunden, die ihr Tiefenschmerzempfinden verlieren, handelt es sich um kritische Notfälle, da eine anhaltende Kompression des Rückenmarks zu dauerhaften neurologischen Schäden führen kann.
Obwohl eine Bandscheibenerkrankung beängstigend sein kann, erholen sich viele Hunde bei frühzeitiger Behandlung vollständig. Je nach Schweregrad kann die Behandlung Boxenruhe, Medikamente, Rehabilitationstherapie oder eine Wirbelsäulenoperation umfassen.

Frühe Warnzeichen der Bandscheibenerkrankung (IVDD) bei Hunden
Die frühen Anzeichen einer Bandscheibenerkrankung sind oft subtil, doch ihre frühzeitige Erkennung kann die Heilungschancen deutlich verbessern. Viele Hunde zeigen Schmerzen oder leichte neurologische Veränderungen, bevor es zu einer schweren Rückenmarksverletzung kommt.
Eines der ersten Warnzeichen ist die Weigerung zu springen, zu rennen oder Treppen zu steigen. Hunde jaulen möglicherweise plötzlich auf, wenn man sie hochhebt, oder wirken bei Bewegungen unwohl.
Häufige frühe Symptome sind:
Symptom | Mögliche Bedeutung |
Rücken- oder Nackenschmerzen | Bandscheibenentzündung |
Zittern | Starke Beschwerden |
gewölbter Rücken | Muskelverspannungen und Rückenschmerzen |
Unwilligkeit zu springen | Frühe Wirbelsäulenfunktionsstörung |
Rückenmarkskompression | |
Wackeln | Neurologische Defizite |

Im Verlauf der Erkrankung werden die neurologischen Symptome deutlicher. Manche Hunde beginnen, die Pfoten nachzuziehen oder unsicher zu laufen, da die Kompression des Rückenmarks die Koordination beeinträchtigt.
Wichtige neurologische Anzeichen sind:
Neurologisches Zeichen | Was es anzeigt |
Knöchel | Verlust der Propriozeption |
Schleifende Nägel | Schwäche und Koordinationsverlust |
Überkreuzte Hinterbeine | Funktionsstörung des Rückenmarks |
Stürzen beim Gehen | Fortschreitende neurologische Schädigung |
Hunde mit zervikaler Bandscheibenerkrankung, die den Hals betrifft, können:
Den Kopf niedrig halten
Halsbewegung verweigern
Weinen beim Drehen des Kopfes
Zeigt Schwäche der vorderen Extremitäten
Die thorakolumbale Bandscheibendegeneration verursacht häufiger Folgendes:
Schwäche der Hintergliedmaßen
Schwierigkeiten beim Stehen
Gleichgewichtsverlust
Harnwegsprobleme
Bestimmte Symptome sollten immer als Notfälle behandelt werden:
Notfallsymptom | Warum es ernst ist |
Plötzliche Lähmung | Schwere Wirbelsäulenkompression |
Verlust der Blasenkontrolle | Fortgeschrittene neurologische Schäden |
Unfähigkeit zu gehen | Schwere Rückenmarksverletzung |
Verlust des Tiefenschmerzempfindens | Schlechtere Prognose |
Bei manchen Hunden verschlechtert sich der Zustand sehr schnell. Ein Hund, der morgens noch leichte Schmerzen hat, kann nach einem plötzlichen Bandscheibenvorfall noch am selben Tag nicht mehr laufen können.
Da sich die Symptome einer IVDD rasch verschlimmern können, wird eine sofortige tierärztliche Untersuchung empfohlen, sobald Rückenschmerzen, Schwäche oder Koordinationsprobleme auftreten.

Hunderassen mit dem höchsten Risiko für IVDD (Bandscheibenerkrankung)
Bestimmte Hunderassen sind genetisch bedingt anfälliger für Bandscheibenvorfälle, da ihre Bandscheiben früher als normal degenerieren. Diese Rassen werden als chondrodystrophische Rassen bezeichnet und haben ein deutlich höheres Risiko, im Laufe ihres Lebens an einer Bandscheibenerkrankung zu erkranken.
Der Dackel gilt weltweit als die risikoreichste Hunderasse. Seine lange Wirbelsäule und kurzen Beine belasten die Wirbelsäule besonders stark, vor allem bei Sprung- oder Drehbewegungen.
Zu den Rassen, die häufig von IVDD betroffen sind, gehören:
Hunderasse | Risikostufe |
Sehr hoch | |
Sehr hoch | |
Hoch | |
Hoch | |
Hoch | |
Mittel bis hoch | |
Mittel bis hoch | |
Mäßig |

Französische Bulldoggen sind besonders anfällig, da viele von ihnen auch angeborene Wirbelsäulenanomalien wie Halbwirbel aufweisen, die die Stabilität der Wirbelsäule erhöhen.
Auch große Hunderassen können an IVDD erkranken, wobei chronische Bandscheibenvorfälle häufiger vorkommen als plötzliche Bandscheibenrupturen.
Zu den größeren Rassen, die manchmal betroffen sind, gehören:
Mehrere weitere Faktoren können das Risiko für IVDD noch weiter erhöhen:
Risikofaktor | Wirkung |
Erhöhte Belastung der Wirbelsäule | |
Häufiges Springen | Plötzlicher Bandscheibendruck |
Rutschige Böden | Erhöhtes Verletzungsrisiko |
Schlechter Muskelzustand | Reduzierte Unterstützung der Wirbelsäule |
Vorherige IVDD-Episode | Höheres Wiederholungsrisiko |
Auch wenn genetische Faktoren nicht vollständig verhindert werden können, können das Halten eines gesunden Gewichts und die Reduzierung der Belastung der Wirbelsäule dazu beitragen, das Risiko schwerer Bandscheibenschäden zu senken.

Was verursacht IVDD (Bandscheibenvorfall) bei Hunden?
Die Bandscheibendegeneration (IVDD) entsteht, wenn die Bandscheiben zwischen den Wirbeln degenerieren und ihre normale Flexibilität verlieren. Mit der Zeit werden die Bandscheiben schwächer, trockener und anfälliger für Risse oder Vorwölbungen in den Wirbelkanal.
Gesunde Bandscheiben bestehen aus einem weichen Kern, der von einem festen äußeren Ring umgeben ist:
Scheibenstruktur | Funktion |
Nucleus Pulposus | Absorbiert Stöße und Druck |
Anulus fibrosus | Bietet Stabilität und Unterstützung |
Im Verlauf der Degeneration kann das innere Bandscheibenmaterial plötzlich durch die äußere Schicht reißen und das Rückenmark komprimieren.
Genetische Faktoren gelten als wichtigste Ursache, insbesondere bei chondrodystrophischen Rassen. Diese Hunde erben eine abnorme Knorpelentwicklung, die den Bandscheibenabbau in jungen Jahren beschleunigt.
Häufige Ursachen und begünstigende Faktoren sind:
Ursache oder Faktor | Auswirkungen auf die Wirbelsäule |
Genetik | Vorzeitige Bandscheibendegeneration |
Verlust der Bandscheibenelastizität | |
Erhöhte Belastung der Wirbelsäule | |
Von Möbeln springen | Plötzliche Wirbelsäulenbelastung |
Trauma | Akuter Bandscheibenvorfall |
Schwache Muskelunterstützung | Mangelnde Stabilität der Wirbelsäule |
Bei vielen Hunden treten IVDD-Episoden während völlig normaler Aktivitäten wie Laufen, Treppensteigen oder Springen von einem Sofa auf.
Übergewicht erhöht den Druck auf die Wirbelsäule erheblich und kann sowohl den Schweregrad der Bandscheibenerkrankung als auch die Erholungszeit nach der Behandlung verschlimmern.
Ein Trauma kann auch einen akuten Bandscheibenvorfall auslösen, insbesondere bei Hunden, deren Bandscheiben bereits durch degenerative Veränderungen geschwächt sind.
Nach einem Bandscheibenvorfall kommt es zu einer Entzündung um das Rückenmark und die Nervenwurzeln. Diese Entzündung kann die neurologischen Schäden über die direkte mechanische Kompression hinaus verschlimmern.
Der Schweregrad einer Wirbelsäulenverletzung hängt von folgenden Faktoren ab:
Die Menge des beteiligten Datenträgermaterials
Die Extrusionsgeschwindigkeit
Die Dauer der Kompression
Die Lage der betroffenen Bandscheibe
Bei Hunden mit wiederholten IVDD-Episoden sind oft mehrere degenerierte Bandscheiben in der gesamten Wirbelsäule vorhanden, weshalb ein Wiederauftreten bei prädisponierten Rassen weiterhin häufig vorkommt.
Wie viel kostet die Behandlung einer Bandscheibenerkrankung (IVDD)?
Die Kosten für die Behandlung einer Bandscheibenerkrankung beim Hund variieren stark je nach Schweregrad der Rückenmarkskompression, Notwendigkeit einer Operation, Dauer des Klinikaufenthalts, bildgebenden Verfahren und Rehabilitationstherapie. Leichte Fälle, die konservativ behandelt werden, sind in der Regel deutlich günstiger als Hunde, die eine Notfalloperation an der Wirbelsäule benötigen.
Die Behandlungskosten umfassen häufig:
Neurologische Untersuchungen
Bildgebende Verfahren
Schmerzmittel
Krankenhausaufenthalt
Operation
Rehabilitationstherapie
Nachsorge
Typische Diagnosekosten umfassen:
Diagnostisches Verfahren | Durchschnittliche US-Kosten | Durchschnittliche EU-Kosten |
Röntgenstrahlen | 200–600 US-Dollar | 150 € – 450 € |
CT-Scan | 800–2000 US-Dollar | 600 € – 1.500 € |
MRT-Untersuchung | 2.000–4.500 US-Dollar | 1.200 € – 3.000 € |
Die MRT gilt als Goldstandard für die Diagnose von IVDD, da sie die Kompression des Rückenmarks detailliert darstellt und den Chirurgen hilft, die exakt betroffene Bandscheibe zu identifizieren.
Konservative Behandlungsmethoden sind in der Regel kostengünstiger und können Folgendes umfassen:
Kistenruhe
Schmerzmanagement
entzündungshemmende Medikamente
Nachuntersuchungen
Durchschnittliche Kosten einer konservativen Behandlung:
Konservative Behandlung | Durchschnittliche Kosten |
Medikamente | 100–500 US-Dollar |
Nachfolgebesuche | 100–600 US-Dollar |
Rehabilitationssitzungen | 75–300 $ pro Sitzung |
Hunde mit schweren neurologischen Ausfällen benötigen häufig eine Operation. Zu den häufigsten Operationen bei Bandscheibenvorfällen gehören:
Hemilaminektomie
Ventrale Schlitzchirurgie
Fensterungsverfahren
Durchschnittliche Operationskosten:
Chirurgischer Eingriff | Durchschnittliche US-Kosten | Durchschnittliche EU-Kosten |
Hemilaminektomie | 5.000 bis 12.000 US-Dollar | 3.500 € – 8.500 € |
Halswirbelsäulenchirurgie | 4.000–10.000 US-Dollar | 3.000 € – 7.000 € |
Notfallmäßige Krankenhauseinweisung | 1.000–4.000 US-Dollar | 700 € – 2.500 € |
Die postoperative Rehabilitation kann zusätzliche Kosten verursachen, insbesondere bei Hunden, die sich von einer Lähmung erholen.
Viele Eigentümer unterschätzen die langfristigen Kosten, wie zum Beispiel:
Mobilitätsgurte
Orthopädische Matratzen
Rollstühle
Hilfsmittel zur Blasenentleerung
Physiotherapie
Obwohl die Behandlung von IVDD teuer sein kann, reduziert eine frühzeitige Diagnose häufig sowohl die Komplikationen als auch die gesamten Genesungskosten.

Schweregrade und Stadien der IVDD (Bandscheibenerkrankung) bei Hunden
Tierärzte klassifizieren die Bandscheibenerkrankung (IVDD) anhand des Schweregrades der neurologischen Funktionsstörung in verschiedene Grade. Dieses Klassifizierungssystem hilft, die Prognose, die Dringlichkeit der Behandlung und das Heilungspotenzial zu bestimmen.
Bei zunehmender Kompression des Rückenmarks durchlaufen Hunde typischerweise vorhersehbare neurologische Stadien.
Das gebräuchlichste IVDD-Graduierungssystem umfasst:
Grad | Klinische Anzeichen | Schwere |
Klasse 1 | Schmerz nur | Leicht |
Klasse 2 | Schwäche, aber gehfähig | Mäßig |
Klasse 3 | Kann nicht selbstständig gehen | Schwer |
Klasse 4 | Lähmung mit tiefem Schmerzempfinden | Sehr schwerwiegend |
Klasse 5 | Lähmung ohne tiefe Schmerzempfindung | Kritisch |
Hunde des Grades 1 zeigen in der Regel Rückenmarkschmerzen ohne offensichtliche neurologische Ausfälle. Sie können aufschreien, zittern oder Bewegungen verweigern, können aber noch normal laufen.
Hunde der zweiten Klasse entwickeln:
Schwäche der Hintergliedmaßen
Wackeln
Knöchel
Verlust der Koordination
Im dritten Stadium können Hunde ihre Beine bewegen, aber ihr Körpergewicht nicht selbst tragen oder selbstständig laufen.
Hunde des Grades 4 sind vollständig gelähmt, behalten aber noch ein tiefes Schmerzempfinden, was ein wichtiges positives prognostisches Zeichen ist.
Grad 5 ist das schwerste Stadium. Diese Hunde verlieren vollständig das Tiefenschmerzempfinden, was auf eine schwere Rückenmarksverletzung hinweist.
Der Verlust des Tiefenschmerzempfindens verringert die Genesungschancen erheblich und gilt als neurologischer Notfall.
Das Heilungspotenzial nimmt im Allgemeinen mit zunehmendem Schweregrad der Bandscheibenerkrankung ab:
IVDD-Grad | Allgemeine Prognose |
Klasse 1 | Exzellent |
Klasse 2 | Sehr gut |
Klasse 3 | Gut verträglich mit der Behandlung |
Klasse 4 | Mittelmäßig bis Gut |
Klasse 5 | Bewacht |
Bei manchen Hunden verschlechtert sich der Zustand sehr schnell, insbesondere bei einem akuten Bandscheibenvorfall vom Typ I nach Hansen. Innerhalb weniger Stunden kann es zu einer raschen Progression von leichter Schwäche bis hin zur Lähmung kommen.
Schwere Fälle von IVDD können auch eine progressive Myelomalazie entwickeln, eine seltene, aber oft tödliche Erkrankung, die mit einem fortschreitenden Absterben von Rückenmarksgewebe einhergeht.
Da die Prognose stark vom neurologischen Schweregrad abhängt, sind eine frühzeitige Diagnose und Behandlung bei Hunden mit IVDD von größter Wichtigkeit.
Häufige Symptome der Bandscheibenerkrankung (IVDD) bei Hunden
Die Symptome einer Bandscheibenerkrankung können je nach Schweregrad und Lage der Rückenmarkskompression von leichten Rückenschmerzen bis hin zur vollständigen Lähmung reichen. Manche Hunde entwickeln die Symptome langsam, während andere nach einem akuten Bandscheibenvorfall plötzlich zusammenbrechen.
Schmerzen sind meist das erste Symptom, das Besitzer bemerken. Hunde jaulen möglicherweise unerwartet, vermeiden Bewegungen oder springen und steigen nur noch ungern Treppen.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
Symptom | Mögliche Bedeutung |
Rücken- oder Nackenschmerzen | Bandscheibenentzündung |
Zittern | Starke Beschwerden |
Schwache Hinterbeine | Rückenmarkskompression |
Wackeln beim Gehen | Neurologische Funktionsstörung |
Koordinationsverlust | |
Lähmung | Schwere Rückenmarksverletzung |
Verlust der Blasenkontrolle | Fortgeschrittene Nervenschädigung |
Viele betroffene Hunde entwickeln eine gekrümmte Rückenhaltung, weil sie versuchen, die Bewegung der Wirbelsäule und die Schmerzen zu reduzieren.
Neurologische Symptome verschlimmern sich oft mit zunehmender Rückenmarkskompression. Hunde können folgende Symptome zeigen:
Sie kreuzen ihre Hinterbeine
Stürzen beim Gehen
Sie krallen sich in die Pfoten
Sie schleifen mit den Fingernägeln
Gleichgewichtsverlust auf rutschigen Böden
Eine zervikale Bandscheibenerkrankung, die den Hals betrifft, verursacht häufig Folgendes:
Nackensteifigkeit
Gesenkte Kopfhaltung
Muskelkrämpfe
Schwäche der vorderen Extremitäten
Die thorakolumbale Bandscheibenerkrankung betrifft häufiger:
Hintergliedmaßenkraft
Gehfähigkeit
Harnkontrolle
Schwanzbewegung
Zu den Notfallsymptomen, die eine sofortige tierärztliche Behandlung erfordern, gehören:
Notfallsymptom | Warum es gefährlich ist |
Plötzliche Lähmung | Schwere Wirbelsäulenkompression |
Unfähigkeit zu urinieren | Fortgeschrittene neurologische Schädigung |
Rasante Verschlechterung | Fortschreitende Rückenmarksschädigung |
Verlust des Tiefenschmerzempfindens | Schlechtere Genesungsprognose |
Bei manchen Hunden kann sich der Zustand bereits innerhalb weniger Stunden nach einem plötzlichen Bandscheibenvorfall verschlechtern. Deshalb ist eine schnelle tierärztliche Untersuchung unerlässlich, sobald neurologische Symptome auftreten.
Wie Tierärzte IVDD (Bandscheibenerkrankung) diagnostizieren
Die Diagnose einer Bandscheibenerkrankung erfordert eine Kombination aus neurologischer Untersuchung, körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren. Da viele Wirbelsäulen- und neurologische Erkrankungen ähnliche Symptome wie eine Bandscheibenerkrankung hervorrufen können, ist eine genaue Diagnose vor der Festlegung einer Behandlung äußerst wichtig.
Tierärzte beginnen üblicherweise mit einer Überprüfung:
Symptomverlauf
Schmerzstärke
Gehfähigkeit
Blasenfunktion
Frühere Wirbelsäulenepisoden
Eine neurologische Untersuchung hilft bei der Feststellung von:
Ob eine Wirbelsäulenerkrankung vorliegt
Welcher Wirbelsäulenabschnitt ist betroffen?
Der Schweregrad der Rückenmarksverletzung
Übliche Bestandteile der neurologischen Untersuchung sind:
Prüfungsschritt | Zweck |
Ganganalyse | Gang und Koordination beurteilen |
Reflexprüfung | Nervenfunktion beurteilen |
Pfotenplatzierungstests | Propriozeption prüfen |
Schmerzbeurteilung | Wirbelsäulenbeschwerden identifizieren |
Tiefenschmerztest | Schwere Rückenmarksverletzungen beurteilen |
Hunde mit IVDD zeigen aufgrund der Rückenmarkskompression häufig eine verzögerte Pfotenkorrektur, Schwäche oder abnorme Reflexe.
Zur Bestätigung der Diagnose ist in der Regel eine Bildgebung erforderlich.
Röntgenaufnahmen können Folgendes zeigen:
Bandscheibenverkalkung
Verengte Bandscheibenräume
Wirbelsäulenanomalien
Allerdings können Röntgenaufnahmen das Rückenmark nicht direkt darstellen.
Die MRT gilt als Goldstandard, weil sie Folgendes deutlich zeigt:
Scheibenextrusion
Rückenmarkskompression
Entzündung
Blutung
Sekundäre Rückenmarksverletzung
Computertomographie-Scans sind ebenfalls nützlich, insbesondere zur Erkennung von verkalktem Bandscheibenmaterial und Wirbelanomalien.
Bildgebendes Verfahren | Hauptvorteil |
Röntgenaufnahme | Grundlegende Wirbelsäulenuntersuchung |
CT-Scan | Exzellente Knochendetails |
MRT | Beste Darstellung des Rückenmarks |
Tierärzte müssen auch andere Erkrankungen ausschließen, die IVDD ähneln können:
Ähnlicher Zustand | Gemeinsame Symptome |
Degenerative Myelopathie | Schwäche der Hintergliedmaßen |
Neurologische Defizite | |
Faserknorpelige Embolie | Plötzliche Lähmung |
Meningitis | Nackenschmerzen |
Schwierigkeiten beim Gehen |
Eine frühzeitige Diagnose ist äußerst wichtig, da eine anhaltende Kompression des Rückenmarks das Risiko dauerhafter neurologischer Schäden erhöht.
Hunde, die vor dem Auftreten einer schweren Lähmung behandelt werden, erholen sich im Allgemeinen deutlich besser als Hunde mit fortgeschrittenen Rückenmarksverletzungen.
MRT-, CT- und Röntgenbefunde bei Hunden mit IVDD (Bandscheibenerkrankung)
Bildgebende Verfahren sind für die Bestätigung einer Bandscheibenerkrankung und die Bestimmung des Ausmaßes der Rückenmarkskompression von entscheidender Bedeutung. Während neurologische Untersuchungen die Lokalisation des Problems erleichtern, zeigen moderne Bildgebungsverfahren die exakt betroffene Bandscheibe und helfen Tierärzten bei der Entscheidung, ob eine Operation notwendig ist.
Die drei am häufigsten verwendeten Bildgebungsverfahren sind:
Röntgenstrahlen
CT-Scans
MRT
Jede Methode liefert unterschiedliche Informationen.
Bildgebendes Verfahren | Am besten geeignet für | Hauptbeschränkung |
Röntgenaufnahme | Knochenstrukturen und Bandscheibenverkalkung | Das Rückenmark kann nicht direkt dargestellt werden. |
CT-Scan | Verkalktes Bandscheibenmaterial und Wirbelkörper | Weniger Weichteildetails |
MRT | Kompression des Rückenmarks und der Bandscheiben | Höhere Kosten |
Röntgenaufnahmen sind in der Regel die erste bildgebende Untersuchung. Sie können Folgendes zeigen:
Verengte Bandscheibenräume
Verkalkte Bandscheiben
Wirbelsäulenfehlbildungen
Wirbelsäuleninstabilität
Allerdings können viele Hunde mit schwerer IVDD dennoch relativ normale Röntgenbilder aufweisen, da das Rückenmark selbst auf Standardröntgenbildern nicht sichtbar ist.
CT-Scans liefern detailliertere Querschnittsbilder und sind besonders nützlich zur Identifizierung mineralisierten Bandscheibenmaterials.
Häufige CT-Befunde sind:
CT-Befund | Klinische Bedeutung |
Scheibenextrusion | Akute Bandscheibenerkrankung |
Verengung des Spinalkanals | Rückenmarkskompression |
Verkalkte Bandscheiben | Chronische Degeneration |
Wirbelsäulenanomalien | Wirbelsäuleninstabilität |
Die MRT gilt als Goldstandard für die Diagnose von Bandscheibenvorfällen, da sie Folgendes direkt visualisiert:
Das Rückenmark
Bandscheibenvorfall
Entzündung
Schwellung
Blutung
Die Ergebnisse einer MRT-Untersuchung bestimmen häufig:
Operationsplanung
Prognose
Schwere der Verletzung
Langfristiges Erholungspotenzial
Bei Hunden mit schwerer Rückenmarksschwellung oder -blutung im MRT liegt in der Regel eine schwerwiegendere neurologische Schädigung vor.
Die meisten modernen Bildgebungsverfahren erfordern eine Sedierung oder Vollnarkose, da die Hunde während der Untersuchung absolut stillhalten müssen.
Konservative Behandlung der Bandscheibenerkrankung (IVDD) bei Hunden
Bei Hunden mit leichter bis mittelschwerer IVDD wird häufig eine konservative Behandlung angewendet, insbesondere wenn sie noch selbstständig laufen können oder nur begrenzte neurologische Defizite aufweisen.
Die Hauptziele einer konservativen Unternehmensführung sind:
Reduzierung der Wirbelsäulenentzündung
Schmerzen kontrollieren
Verhindern Sie weitere Schäden an der Festplatte.
Ermöglichen Sie der Wirbelsäule, sich auf natürliche Weise zu stabilisieren.
Die Grundlage einer konservativen Behandlungsmethode ist strikte Boxenruhe.
Die meisten Tierärzte empfehlen:
6–8 Wochen strenge Quarantäne
Toilettenpausen nur mit Leine
Kein Rennen, Springen oder Treppensteigen
Strikte Ruhe in der Transportbox ist unerlässlich, da übermäßige Bewegung die Kompression des Rückenmarks verschlimmern und eine Lähmung auslösen kann.
Die Schmerztherapie umfasst in der Regel Folgendes:
NSAR
Muskelrelaxantien
Opioide in schweren Fällen
Medikamententyp | Zweck |
NSAR | Entzündungen reduzieren |
Nervenschmerzen kontrollieren | |
Muskelrelaxantien | Krämpfe reduzieren |
Opioide | Starke Schmerzlinderung |
Auch wenn es dem Hund nach der Medikamentengabe besser zu gehen scheint, müssen die Besitzer die Aktivität dennoch einschränken, da die beschädigte Bandscheibe noch nicht vollständig verheilt ist.
Bei manchen Hunden ist auch eine Blasenkontrolle erforderlich, wenn neurologische Funktionsstörungen das Wasserlassen beeinträchtigen.
Rehabilitationstherapie kann dazu beitragen, die Muskelkraft während der Genesung zu erhalten und kann Folgendes umfassen:
Passive Bewegungsübungen
Unterstütztes Stehen
Hydrotherapie
Geführtes Gehen an der Leine
Eine konservative Behandlungsmethode ist im Allgemeinen bei folgenden Hunden am wirksamsten:
Gehfähigkeit erhalten
Haben leichte neurologische Defizite
Frühzeitige Behandlung
Die Heilungschancen sinken deutlich, sobald Hunde das Tiefenschmerzempfinden verlieren oder vollständig gelähmt sind.
IVDD (Bandscheibenerkrankung) – Chirurgie beim Hund
Bei Hunden mit schwerer IVDD wird häufig eine Operation empfohlen, insbesondere wenn die Kompression des Rückenmarks zu Lähmungen, Gehbehinderung oder einer raschen Verschlechterung der neurologischen Symptome führt.
Das Hauptziel der Operation ist es, den Druck auf das Rückenmark zu beseitigen, bevor es zu dauerhaften Nervenschäden kommt.
Eine Operation wird häufig empfohlen bei:
Nicht gehfähige Hunde
fortschreitender neurologischer Abbau
Starke Schmerzen
Verlust der Blasenkontrolle
Versagen der konservativen Therapie
Die genaue Operationstechnik hängt von der Lage der betroffenen Bandscheibe ab.
Gängige Verfahren umfassen:
Chirurgischer Eingriff | Hauptzweck |
Hemilaminektomie | Entfernen von Bandscheibenmaterial im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule. |
Ventrale Schlitzchirurgie | Behandlung der zervikalen Bandscheibenvorfälle |
Fensterung | Risiko eines Rückfalls verringern |
Die Hemilaminektomie ist die häufigste Operation bei Bandscheibenvorfällen und beinhaltet die Entfernung eines Teils des Wirbelknochens, um Zugang zum Bandscheibenvorfall zu erhalten und diesen zu entfernen.
Bei einer zervikalen Bandscheibenerkrankung, die den Hals betrifft, kann eine ventrale Schlitzoperation erforderlich sein, bei der das Rückenmark von unterhalb des Halses erreicht wird.
Bei operativen Eingriffen an der Bandscheibenvorfalloperation ist der Zeitpunkt von entscheidender Bedeutung. Je länger das Rückenmark komprimiert bleibt, desto größer ist das Risiko einer dauerhaften neurologischen Schädigung.
Hunde, die noch ein tiefes Schmerzempfinden besitzen, erholen sich im Allgemeinen nach einer Operation viel besser als Hunde, die ihr Schmerzempfinden vollständig verlieren.
Zu den möglichen chirurgischen Komplikationen gehören:
Blutung
Anhaltende neurologische Defizite
Wiederauftreten
Verzögerte Genesung
Trotz dieser Risiken erlangen viele Hunde nach einer erfolgreichen IVDD-Operation ihre Gehfähigkeit zurück und behalten eine ausgezeichnete Lebensqualität.
Genesungszeit nach einer IVDD-Operation (Bandscheibenvorfall)
Die Genesung nach einer IVDD-Operation ist je nach folgenden Faktoren unterschiedlich:
Neurologischer Schweregrad
Behandlungsgeschwindigkeit
Chirurgischer Erfolg
Rehabilitationsqualität
Vorhandensein eines tiefen Schmerzempfindens
Manche Hunde erholen sich innerhalb weniger Tage rasch, während andere mehrere Monate Rehabilitation benötigen, bevor sie ihre Beweglichkeit wiedererlangen.
Ein typischer Genesungszeitplan könnte folgendermaßen aussehen:
Erholungsphase | Erwarteter Fortschritt |
Die ersten 72 Stunden | Schmerzstabilisierung und neurologische Überwachung |
2–4 Wochen | Unterstütztes Stehen und schrittweise Kraftsteigerung |
1–3 Monate | Verbesserte Koordination und Gehfähigkeit |
3–6 Monate | Fortsetzung der neurologischen Erholung |
Unmittelbar nach der Operation benötigen Hunde oft Folgendes:
Strenge Aktivitätsbeschränkung
Schmerzmanagement
Blasenunterstützung
Unterstützende Pflege
Viele Hunde bleiben auch nach erfolgreicher Dekompression zunächst schwach oder teilweise gelähmt, da die Heilung des Rückenmarks Zeit benötigt.
Die physikalische Rehabilitation ist während der Genesung äußerst wichtig und kann Folgendes umfassen:
Hydrotherapie
Gehhilfe
Gleichgewichtsübungen
Muskelkräftigung
Passive Bewegungsübungen
Hunde, die frühzeitig mit der Rehabilitation beginnen, erholen sich oft schneller und erlangen eine bessere Muskelfunktion zurück.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Prognose maßgeblich:
Positiver prognostischer Faktor | Negativer Prognosefaktor |
Frühe Operation | Verzögerte Behandlung |
Erhaltenes tiefes Schmerzempfinden | Verlust des Tiefenschmerzempfindens |
Leichte neurologische Defizite | Schwere Lähmung |
Gute Rehabilitation | Mangelhafte postoperative Versorgung |
Manche Hunde erholen sich vollständig, während andere langfristig leichte Schwäche, Gangartstörungen oder Harnwegsprobleme behalten können.
Ein erneutes Auftreten ist ebenfalls möglich, da viele prädisponierte Hunde mehrere degenerative Bandscheiben in der gesamten Wirbelsäule aufweisen. Besitzern wird daher in der Regel empfohlen, die Belastung der Wirbelsäule dauerhaft zu reduzieren durch:
Springen verhindern
Rampen benutzen
Ein gesundes Körpergewicht beibehalten
Vermeidung von rutschigen Böden
Physiotherapie und Rehabilitation für Hunde mit IVDD (Bandscheibenerkrankung)
Physiotherapie und Rehabilitation sind äußerst wichtige Bestandteile der Genesung bei Bandscheibenvorfällen, insbesondere bei Hunden, die sich von Lähmungen, Schwäche oder einer Wirbelsäulenoperation erholen. Die Rehabilitation trägt zum Wiederaufbau der Muskelkraft bei, verbessert die Koordination, lindert Schmerzen und unterstützt die Heilung der Wirbelsäule.
Viele Hunde verlieren nach längerem Aufenthalt in der Box oder nach neurologischen Verletzungen sehr schnell an Muskelmasse. Gezielte Rehabilitation hilft, die Beweglichkeit wiederherzustellen und gleichzeitig die Belastung der Wirbelsäule zu minimieren.
Zu den gängigen Rehabilitationszielen gehören:
Verbesserung der Gehfähigkeit
Wiederherstellung der Koordination
Erhaltung der Gelenkflexibilität
Reduzierung der Muskelsteifheit
Muskelabbau vorbeugen
Unterstützung der neurologischen Genesung
Verschiedene Rehabilitationstechniken werden häufig angewendet:
Rehabilitationsmethode | Hauptvorteil |
Hydrotherapie | Muskelkräftigung mit geringer Belastung |
Gehhilfe | Verbessert Gleichgewicht und Koordination |
Passive Bewegungsübungen | Erhält die Gelenkflexibilität |
Lasertherapie | Lindert Schmerzen und Entzündungen |
Gleichgewichtsübungen | Verbessert die neurologische Kontrolle |
Hydrotherapie ist besonders hilfreich, da das Wasser den Druck auf die Wirbelsäule verringert und gleichzeitig sichere Bewegungen ermöglicht. Unterwasserlaufbänder werden häufig in veterinärmedizinischen Rehabilitationszentren eingesetzt.
Die Lasertherapie kann auch dazu beitragen, Entzündungen und Beschwerden im Bereich verletzter Wirbelsäulengewebe zu reduzieren.
Die Rehabilitation sollte immer schrittweise erfolgen, da übermäßige Aktivität zu früh die Wirbelsäulenverletzung verschlimmern oder die Heilung verzögern kann.
Hunde, die sich von einer schweren Bandscheibenerkrankung erholen, benötigen möglicherweise Folgendes:
Mobilitätsgurte
Schlingen
Rollstühle
Rutschfester Bodenbelag
Orthopädische Matratzen
Bei vielen Hunden verbessert sich der neurologische Zustand noch mehrere Monate nach einer Operation oder konservativen Behandlung.
Wie man einen Hund mit IVDD (Bandscheibenerkrankung) zu Hause pflegt
Die häusliche Pflege spielt eine wichtige Rolle bei der Genesung von Bandscheibenvorfällen. Selbst nach erfolgreicher Behandlung oder Operation kann eine unsachgemäße Pflege zu Hause die Rückenmarksverletzung verschlimmern oder das Rückfallrisiko erhöhen.
Einer der wichtigsten Aspekte der Behandlung ist die Begrenzung der Belastung der Wirbelsäule.
Eigentümer sollten Folgendes vermeiden:
Auf Möbeln herumspringen
Läuft
Grobes Spiel
Treppensteigen
Rutschige Oberflächen
Hilfreiche Umbauten im Haus umfassen:
Wohnungsanpassung | Nutzen |
Rutschfeste Teppiche | Verringert das Sturzrisiko |
Rampen | Verhindert Sprungstress |
Orthopädische Betten | Verbessert den Komfort |
Erhöhte Futternäpfe | Reduziert Nackenverspannungen |
Laufställe oder Kisten | Begrenzt übermäßige Bewegung |
Hunde, die sich von einer Bandscheibenerkrankung erholen, benötigen oft mehrere Wochen lang strenge Ruhigstellung, insbesondere nach der Operation.
Die Blasenfunktion ist auch bei Hunden mit neurologischen Defiziten wichtig. Manche Hunde verlieren vorübergehend die Fähigkeit, normal zu urinieren, und benötigen möglicherweise eine manuelle Blasenentleerung.
Eigentümer sollten Folgendes überwachen:
Schwierigkeiten beim Wasserlassen
Harninkontinenz
Zunehmende Schwäche
Zunehmende Schmerzen
Die Gewichtskontrolle ist extrem wichtig, da Übergewicht den Druck auf die Wirbelsäule und das Risiko eines erneuten Auftretens erhöht.
Schonende Bewegung wird üblicherweise nach tierärztlicher Freigabe schrittweise eingeführt. Kurze Spaziergänge an der Leine sind im Allgemeinen sicherer als unkontrollierte Aktivität.
Viele Hunde mit Bandscheibenvorfall führen ein langes, glückliches Leben, wenn die Besitzer die Belastung der Wirbelsäule konsequent minimieren und die Rehabilitationsempfehlungen befolgen.
Können Hunde sich vollständig von IVDD (Bandscheibenvorfall) erholen?
Viele Hunde erholen sich erfolgreich von einer Bandscheibenerkrankung, insbesondere wenn die Behandlung frühzeitig beginnt, bevor es zu schweren Rückenmarksschäden kommt. Die Heilungschancen hängen stark vom Schweregrad der neurologischen Beeinträchtigung, der Behandlungsgeschwindigkeit und dem Erhalt des Tiefenschmerzempfindens ab.
Hunde mit leichter IVDD erholen sich oft sehr gut durch konservative Behandlung oder einen chirurgischen Eingriff.
Die Genesungschancen sind im Allgemeinen bei Hunden am höchsten, die:
Gehfähigkeit erhalten
Schnelle Behandlung erhalten
Eine erfolgreiche Dekompression durchführen
Beginnen Sie die Rehabilitation frühzeitig
Zu den allgemeinen Erwartungen an die Erholung gehören:
Neurologischer Status | Erholungspotenzial |
Nur Schmerz | Exzellent |
Leichte Schwäche | Sehr gut |
Kann nicht gehen | Mittelmäßig bis Gut |
Lähmung mit tiefem Schmerzempfinden | Bewacht bis Gut |
Lähmung ohne tiefe Schmerzempfindung | Bewacht |
Hunde, die das Tiefenschmerzempfinden verlieren, haben eine deutlich schwierigere Genesung vor sich, da dies auf eine schwere Rückenmarksverletzung hindeutet.
Selbst wenn Hunde ihre normale Gehfähigkeit nicht vollständig wiedererlangen, behalten viele dennoch eine gute Lebensqualität durch folgende Maßnahmen:
Rehabilitationstherapie
Mobilitätsunterstützungsgeräte
Rollstühle
Wohnraumanpassungen
Bei manchen Hunden bessert sich der Zustand allmählich über mehrere Monate, da die Heilung des Rückenmarks oft langsam verläuft.
Die Erholungsgeschwindigkeit variiert stark:
Leichte Fälle können sich innerhalb weniger Wochen bessern.
Schwere neurologische Fälle können Monate dauern.
Der langfristige Erfolg hängt auch vom Engagement des Besitzers bei der Rehabilitation und dem Schutz der Wirbelsäule ab.
Komplikationen und Langzeitrisiken der Bandscheibenerkrankung (IVDD)
Obwohl sich viele Hunde von einer Bandscheibenerkrankung gut erholen, können dennoch Komplikationen und Langzeitrisiken auftreten, insbesondere in schweren neurologischen Fällen.
Eine der größten langfristigen Sorgen ist das Wiederauftreten der Erkrankung. Viele prädisponierte Hunde weisen mehrere degenerative Bandscheibenvorfälle entlang der Wirbelsäule auf, was bedeutet, dass zukünftige Bandscheibenvorfälle weiterhin möglich sind.
Zu den häufigen Langzeitrisiken gehören:
Komplikation | Mögliche Wirkung |
Wiederauftreten | Zusätzlicher Bandscheibenvorfall |
Chronische Schwäche | Anhaltende Gangstörungen |
Harnfunktionsstörung | Probleme mit der Blasenkontrolle |
Muskelverlust | Eingeschränkte Mobilität |
Chronische Schmerzen | Langfristige Beschwerden |
Bei einigen Hunden treten weiterhin leichte Symptome auf:
Wackeln
Schwäche
Koordinationsprobleme
Belastungsintoleranz
Bei Hunden mit schwerer Rückenmarksverletzung können auch Druckgeschwüre entstehen, wenn die Beweglichkeit eingeschränkt bleibt.
Eine seltene, aber sehr schwerwiegende Komplikation ist die progressive Myelomalazie, eine Erkrankung, die mit einem fortschreitenden Absterben von Rückenmarksgewebe einhergeht. Diese Komplikation tritt am häufigsten bei schweren Fällen von Bandscheibenvorfall Grad 5 auf.
Zu den Anzeichen einer fortschreitenden Myelomalazie können gehören:
Verschlimmerung der Lähmung
Verlust der Reflexe
Aufsteigende Schwäche
Atemfunktionsstörung
Da bei vielen Hunden das Risiko eines erneuten Auftretens lebenslang besteht, ist ein langfristiger Schutz der Wirbelsäule wichtig.
Tierärzte empfehlen üblicherweise:
Erhaltung einer schlanken Körperkondition
Springen verhindern
Rampen benutzen
Vermeidung von rutschigen Böden
Fortsetzung der kontrollierten Übung
Bei angemessener Langzeitbehandlung können viele Hunde, die bereits Episoden einer Bandscheibenerkrankung erlitten haben, weiterhin ein komfortables und aktives Leben führen.
Notfallsymptome, die bei Bandscheibenvorfall (IVDD) eine sofortige tierärztliche Behandlung erfordern
Einige Symptome der Bandscheibendegeneration stellen echte neurologische Notfälle dar und erfordern eine sofortige tierärztliche Behandlung. Eine Verzögerung der Behandlung kann die Rückenmarksschädigung erheblich verschlimmern und die Heilungschancen verringern.
Das Rückenmark reagiert äußerst empfindlich auf anhaltenden Druck. Mit zunehmendem Druck verringert sich die Durchblutung und das Nervengewebe wird fortschreitend geschädigt.
Zu den Notfallwarnzeichen gehören:
Notzeichen | Warum es gefährlich ist |
Plötzliche Lähmung | Schwere Rückenmarkskompression |
Unfähigkeit zu gehen | Fortgeschrittene neurologische Funktionsstörung |
Verlust des Tiefenschmerzempfindens | Schwere Rückenmarksverletzung |
Nervenfunktionsstörungen mit Auswirkungen auf die Blasenkontrolle | |
Rasche Verschlechterung der Schwäche | Fortschreitende Rückenmarksschädigung |
Starke, unkontrollierte Schmerzen | Akuter Bandscheibenvorfall |
Hunde, die plötzlich zusammenbrechen oder die Hinterbeine nachziehen, sollten immer als Notfälle behandelt werden.
Der Verlust des Tiefenschmerzempfindens ist besonders kritisch. Das bedeutet, dass der Hund schmerzhafte Reize in den Zehen nicht mehr bewusst wahrnimmt, was auf eine schwere Rückenmarksverletzung hindeutet.
Weitere besorgniserregende Symptome sind:
Anhaltendes Weinen oder Schreien
Starke Nackensteifigkeit
Atembeschwerden bei schweren zervikalen Fällen
Plötzliche Verschlechterung nach einem Sprung oder einem Trauma
Besitzer sollten nach einer schweren neurologischen Verschlechterung darauf achten, dass ihre Tiere keine Bewegung zulassen, da zusätzliche Aktivität die Rückenmarksverletzung verschlimmern kann.
Eine sofortige tierärztliche Untersuchung erhöht die Wahrscheinlichkeit, neurologische Funktionen zu erhalten und eine dauerhafte Lähmung zu verhindern, erheblich.
Lässt sich eine Bandscheibenerkrankung (IVDD) bei Hunden verhindern?
IVDD lässt sich nicht immer vollständig verhindern, da die Genetik, insbesondere bei veranlagten Rassen, eine wichtige Rolle spielt. Verschiedene Anpassungen des Lebensstils können jedoch dazu beitragen, die Belastung der Wirbelsäule zu reduzieren und das Risiko schwerer Bandscheibenschäden zu senken.
Ein gesundes Körpergewicht zu halten ist eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Übergewicht erhöht den Druck auf die Wirbelsäule und beschleunigt den Bandscheibenverschleiß.
Hilfreiche Präventionsstrategien umfassen:
Präventivmaßnahme | Nutzen |
Reduziert die Belastung der Wirbelsäule | |
Rampen benutzen | Verhindert Sprungstress |
Rutschfester Bodenbelag | Verringert Stürze und Verdrehverletzungen |
Kontrollierte Übung | Stärkt die Rückenmuskulatur |
Geschirr statt Halsband | Reduziert Nackenverspannungen |
Eigentümer sollten Folgendes unterbinden:
Auf und von Möbeln springen
Grobe Drehbewegungen
Häufiges Treppensteigen
Aktivitäten mit hoher Wirkung
Schonende Bewegung ist im Allgemeinen sicherer als plötzliche, intensive Belastungen. Kontrollierte Spaziergänge und Schwimmen können helfen, die Muskelkraft zu erhalten und gleichzeitig die Belastung der Wirbelsäule zu minimieren.
Bei prädisponierten Rassen wie Dackeln und Französischen Bulldoggen wird oft ein lebenslanger Schutz der Wirbelsäule empfohlen, selbst wenn keine Symptome vorliegen.
Die Zuchtpraxis ist ebenfalls wichtig, da IVDD eine starke erbliche Komponente aufweist. Verantwortungsbewusste Zucht kann dazu beitragen, die Krankheitshäufigkeit in zukünftigen Generationen zu verringern.
Auch wenn Prävention keinen Schutz garantieren kann, kann die Minimierung der Belastung der Wirbelsäule dazu beitragen, den Beginn einer klinischen IVDD hinauszuzögern und das Wiederholungsrisiko zu verringern.
Lebenserwartung und Lebensqualität bei Hunden mit IVDD (Bandscheibenerkrankung)
Viele Hunde mit IVDD haben nach der Behandlung eine ausgezeichnete Lebensqualität, insbesondere wenn die Erkrankung frühzeitig diagnostiziert und adäquat behandelt wird. Leichte Fälle heilen oft vollständig aus, und selbst einige schwer betroffene Hunde führen mit langfristiger Unterstützung ein komfortables Leben.
Die Lebenserwartung hängt von mehreren Faktoren ab:
Schweregrad der Rückenmarksverletzung
Behandlungsgeschwindigkeit
Vorhandensein eines tiefen Schmerzempfindens
Rehabilitationserfolg
Langzeitmanagement der Wirbelsäule
Hunde mit leichten neurologischen Defiziten kehren nach ihrer Genesung oft zu einem nahezu normalen Leben zurück.
Zu den allgemeinen langfristigen Erwartungen gehören:
Schweregrad | Langfristiger Ausblick |
Leichte Bandscheibenerkrankung | Ausgezeichnete Lebensqualität |
Mäßige Bandscheibenerkrankung | Gute Langzeitfunktion |
Schwere Bandscheibenerkrankung mit operativem Eingriff | Variabel, aber oft positiv |
Chronische Lähmung | Kann weiterhin eine gute Lebensqualität bewahren |
Manche Hunde behalten eine leichte, langfristige Schwäche oder ein gewisses Taumeln, bleiben aber dennoch aktiv und fühlen sich wohl.
Rollstühle und Mobilitätshilfen haben die Lebensqualität von Hunden mit dauerhafter Lähmung deutlich verbessert. Viele gelähmte Hunde können weiterhin:
Spielen
Normal essen
Soziale Interaktion
Spaziergänge mit Unterstützung genießen
Langfristiges Management umfasst häufig Folgendes:
Gewichtskontrolle
Kontrollierte Übung
Wirbelsäulenschutz
Rehabilitationstherapie
Wohnungsmodifikationen
Besitzer sollten auch auf ein Wiederauftreten achten, da Hunde, die bereits einmal an einer Bandscheibenvorfallerkrankung gelitten haben, weiterhin ein erhöhtes Risiko für zukünftige Bandscheibenprobleme aufweisen.
Bei angemessener Pflege führen viele Hunde mit IVDD auch nach der Diagnose noch viele Jahre ein glückliches Leben.
Schlüsselwörter
Bandscheibenvorfall beim Hund, Wirbelsäulenerkrankung beim Hund, IVDD-Operation beim Hund, IVDD-Genesung beim Hund
Quellen
Quelle | Link |
Amerikanisches College für Tierärzte (ACVS) | |
Amerikanische Veterinärmedizinische Vereinigung (AVMA) | |
Merck Veterinärhandbuch | |
Nationales Zentrum für Biotechnologieinformationen (NCBI) | |
Veterinärinformationsnetzwerk (VIN) | |
Cornell University College für Veterinärmedizin | |
UC Davis School of Veterinary Medicine | |
Mersin VetLife Veterinärklinik |




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