Dürfen Hunde Orangen essen? Vorteile, Risiken und Leitfaden für sichere Fütterung
- Vet. Ebru ARIKAN

- vor 8 Stunden
- 10 Min. Lesezeit
Dürfen Hunde Orangen unbedenklich essen?
Hunde dürfen Orangen essen, aber nur in begrenzten Mengen und unter kontrollierten Bedingungen. Orangen sind für Hunde nicht giftig, das heißt, sie enthalten keine Substanzen, die direkt zu einer Vergiftung führen. Dennoch sind sie nicht völlig risikofrei. Die Sicherheit von Orangen hängt maßgeblich von der Portionsgröße, der Zubereitung und der individuellen Verträglichkeit des Hundes ab.
Der essbare Teil der Orange ist das Fruchtfleisch . Dieses enthält Wasser, Ballaststoffe und natürlichen Zucker, den die meisten gesunden Hunde in kleinen Mengen vertragen. Schale, Kerne und die weiße Haut hingegen sollten Hunden nicht gegeben werden. Diese Teile sind schwerer verdaulich und können Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen oder Durchfall verursachen.
Die Portionskontrolle ist der wichtigste Faktor. Selbst ein an sich unbedenkliches Lebensmittel kann bei übermäßigem Verzehr zu Verdauungsproblemen führen.

Wie viel Orange darf ein Hund essen?
Die richtige Portionsgröße ist entscheidend, wenn man Hunden Orangen verfüttert. Obwohl Orangen an sich unbedenklich sind, können ungeeignete Mengen schnell zu Verdauungsproblemen führen.
Die Portionsgröße sollte stets an das Körpergewicht, den Stoffwechselzustand und die Verträglichkeit des Hundes angepasst werden.
Allgemeine Portionsrichtlinien
Hundegröße | Körpergewicht | Sichere Menge pro Portion |
Klein | <10 kg | 1–2 kleine Segmente |
Medium | 10–25 kg | 2–3 Segmente |
25+ kg | 3–4 Segmente |
Diese Mengenangaben beziehen sich auf gelegentliche Portionen, nicht auf die tägliche Verzehrsmenge.
Häufigkeitsempfehlung
Orangen sollten nicht täglich verfüttert werden. Eine sichere Fütterungshäufigkeit ist:
1–2 Mal pro Woche
Immer in kleinen Portionen
Niemals als Ersatz für Hauptmahlzeiten
Schrittweise Portionskontrolle
Beginnen Sie mit einem sehr kleinen Stück.
Beobachten Sie den Hund 24 Stunden lang.
Achten Sie auf Anzeichen von Verdauungsbeschwerden.
Tritt keine Reaktion ein, fahren Sie innerhalb sicherer Grenzen fort.
Diese schrittweise Einführung verringert das Risiko einer Unverträglichkeit.
Wann die Portion reduziert werden muss
Auch kleine Mengen sollten in folgenden Fällen begrenzt oder vermieden werden:
Anzeichen von Überfütterung
Wenn ein Hund zu viel Orange frisst, können folgende Anzeichen auftreten:
Durchfall
Erbrechen
Blähungen oder Völlegefühl
Vorübergehender Appetitverlust
In solchen Fällen sollte der Verzehr von Orangen sofort eingestellt werden.
Praktische Regel
Es kann eine einfache Regel angewendet werden:
Orangen sollten niemals mehr als 5–10 % der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen und in den meisten Fällen weit unter diesem Wert bleiben.

Risiken und Nebenwirkungen der Orangenfütterung von Hunden
Obwohl Orangen ungiftig sind, bergen sie bei unsachgemäßer Verwendung einige Risiken. Diese Risiken hängen hauptsächlich mit ihrem Zuckergehalt, ihrem Säuregehalt und einer falschen Zubereitung zusammen.
Magen-Darm-Reizung
Das häufigste Problem im Zusammenhang mit Orangen sind Verdauungsbeschwerden. Zitronensäure kann die Magenschleimhaut reizen, insbesondere bei empfindlichen Hunden. Dies kann zu folgenden Symptomen führen:
Erbrechen
Verminderter Appetit
Bei Hunden mit einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Problemen besteht ein höheres Risiko.
übermäßiger Zuckerkonsum
Orangen enthalten natürlichen Zucker, der bei häufigem oder übermäßigem Verzehr den Stoffwechsel beeinflussen kann. Langfristig kann übermäßiger Konsum zu Folgendem führen:
Gewichtszunahme
Erhöhte Blutzuckerwerte
Langfristiger metabolischer Stress
Dies ist besonders wichtig für Hunde mit Diabetes oder Übergewicht.
Risiko durch Schale und Kerne
Unsachgemäße Zubereitung erhöht das Risiko erheblich. Schale und Kerne sind für Hunde giftig.
Die Schale ist schwer verdaulich und kann zu Magen-Darm-Verstopfung oder -Reizungen führen.
Die Samen können eine Erstickungsgefahr darstellen und den Verdauungstrakt reizen.
Es sollte ausschließlich das geschälte, kernlose Fruchtfleisch angeboten werden.
Individuelle Sensibilität
Manche Hunde reagieren bereits auf geringe Mengen Orange negativ. Diese Empfindlichkeit ist individuell verschieden und lässt sich nicht immer vorhersagen. Anzeichen einer Unverträglichkeit sind:
Lethargie
Übermäßiger Speichelfluss
Durchfall
Essensverweigerung
Aus diesem Grund sollte die anfängliche Exposition stets minimal sein.
Zahnärztliche Aspekte
Die Kombination aus Zucker und Säure kann sich mit der Zeit auch auf die Zahngesundheit auswirken. Häufiger Kontakt kann zu Zahnschmelzabrieb oder Plaquebildung beitragen, insbesondere bei mangelnder Mundhygiene.
Zusammenfassung der Risiken
Risiko | Folge |
Zitronensäure | Magenreizung |
Natürlicher Zucker | Gewichtszunahme, Blutzuckerveränderungen |
Schälen | Verdauungsbeschwerden |
Samen | Erstickungsgefahr und Reizung |
Empfindlichkeit | Einzelne Nebenwirkungen |
Orangen vs. andere Früchte: Welche ist sicherer für Hunde?
Nicht alle Obstsorten sind für Hunde gleich unbedenklich. Orangen sind zwar in Maßen unbedenklich, manche Obstsorten sind jedoch leichter verdaulich, zuckerärmer und insgesamt besser verträglich.
Wenn man versteht, wie Orangen im Vergleich zu anderen Früchten abschneiden, kann man besser beurteilen, ob sie die beste Wahl sind.
Vergleich gängiger Obstsorten für Hunde
Obst | Sicherheitsniveau | Zuckergehalt | Verdaulichkeit | Anmerkungen |
Hoch | Mäßig | Einfach | Die Samen müssen entfernt werden. | |
Sehr hoch | Niedrig | Sehr einfach | Starkes antioxidatives Profil | |
Mäßig | Hoch | Einfach | Hoher Zuckergehalt, daher nur in Maßen genießen | |
Hoch | Niedrig | Einfach | Kerne und Schale entfernt | |
Hoch | Mäßig | Einfach | In kleinen Mengen unbedenklich | |
Orangen | Mäßig | Mittel bis hoch | Mäßig | Säurehaltig, kann den Magen reizen |
Hauptunterschiede
Säuregehalt : Orangen sind säurehaltiger als die meisten anderen Früchte, wodurch das Risiko von Magenreizungen steigt.
Zuckergehalt : Höher als bei Beeren, ähnlich wie bei Bananen
Verdaulichkeit : Weniger gut verträglich als Äpfel oder Blaubeeren.
Praktische Rangfolge (Von sicherer zu eingeschränkter)
Blaubeeren
Äpfel
Wassermelone
Erdbeeren
Orangen
Bananen
Diese Rangliste basiert auf der allgemeinen Verträglichkeit, dem Zuckergehalt und den Auswirkungen auf die Verdauung.
Interpretation
Orangen sind zwar nicht die sicherste Obstsorte, aber bei richtiger Zubereitung unbedenklich. Hunde, die empfindlich auf Zitrusfrüchte reagieren, vertragen oft andere Früchte besser.
Dürfen Welpen Orangen essen?
Welpen dürfen Orangen essen, sollten dabei aber vorsichtiger vorgehen als bei erwachsenen Hunden. Ihr Verdauungssystem ist noch in der Entwicklung, weshalb sie empfindlicher auf neue Nahrungsmittel reagieren, insbesondere auf solche, die Säure und natürlichen Zucker enthalten.
Orangen sind im Allgemeinen nicht giftig für Welpen. Allerdings ist ihre Toleranzschwelle niedriger, und selbst kleine Mengen können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Daher sollten Orangen nicht frühzeitig eingeführt oder häufig verfüttert werden.
Ab wann ist es unbedenklich, Orangen einzuführen?
Orangen sollten erst nach folgenden Kriterien berücksichtigt werden:
Der Welpe ist vollständig entwöhnt.
Ein stabiler Fütterungsrhythmus wird etabliert
Es bestehen keine anhaltenden Verdauungsprobleme.
Eine zu frühe Einführung von Zitrusfrüchten kann die Anpassung des Verdauungssystems stören und zu vermeidbaren Komplikationen führen.
Empfohlene Portionsgröße für Welpen
Welpengröße | Sicherer Betrag |
Welpe einer kleinen Rasse | 1 sehr kleines Stück |
Welpe einer mittelgroßen Rasse | 1–2 kleine Stücke |
Welpe einer großen Rasse | 2 kleine Stücke |
Die Portionsgrößen müssen minimal sein und die Häufigkeit sollte gering sein.
Wichtige Überlegungen
Schale und Kerne immer entfernen.
Bieten Sie nur frisches Orangenfleisch an.
Langsam einführen und genau beobachten
Vermeiden Sie die Einnahme auf nüchternen Magen.
Anzeichen von Unverträglichkeit bei Welpen
Welpen zeigen eher Sensibilität. Achten Sie auf Folgendes:
Durchfall
Erbrechen
Bauchbeschwerden
Verminderter Appetit
Sollte eines dieser Ereignisse eintreten, muss der Verzehr von Orangen sofort eingestellt werden.
Dürfen Hunde Orangenschalen oder -kerne essen?
Hunde sollten keine Orangenschalen oder -kerne fressen. Die Frucht selbst ist in Maßen unbedenklich, diese Teile bergen jedoch unnötige Risiken und bieten keinen Nährwert.
Orangenschale
Die Schale ist im herkömmlichen Sinne nicht giftig, aber für Hunde schwer verdaulich und kann zu Magen-Darm-Problemen führen.
Mögliche Probleme:
Verdauungsreizung
Erbrechen
Durchfall
Risiko eines Darmverschlusses (insbesondere bei kleinen Hunden)
Die Schale enthält außerdem ätherische Öle und Verbindungen, die den Verdauungstrakt zusätzlich reizen können.
Orangenkerne
Vor dem Verfüttern sollten die Samen immer entfernt werden.
Risiken im Zusammenhang mit Saatgut:
Erstickungsgefahr
Verdauungsreizung
Bei Verzehr größerer Mengen besteht die Möglichkeit einer Verstopfung.
Obwohl Orangenkerne keine hohen Konzentrationen an toxischen Verbindungen enthalten wie einige andere Fruchtkerne, gelten sie aufgrund von mechanischen und Verdauungsrisiken dennoch als unsicher.
Weißes Mark (innere Schicht)
Die weiße Faserschicht zwischen Schale und Fruchtfleisch wird nicht empfohlen.
Schwer verdaulich
Kann leichte Magenbeschwerden verursachen.
Bietet minimalen Nährwert
Checkliste für sichere Vorbereitung
Bevor man einem Hund Orange gibt:
Schale vollständig entfernt
Alle Samen entfernt
Nur frisches Fleisch verwendet
Portionsgröße kontrolliert
Zusammenfassungstabelle
Teil von Orange | Sicher | Risikostufe |
Fleisch | Ja | Niedrig (wenn kontrolliert) |
Schälen | NEIN | Mäßig |
Samen | NEIN | Mäßig |
Mark | Nicht empfehlenswert | Niedrig bis mittel |
Sind Orangen giftig für Hunde?
Orangen sind für Hunde nicht giftig. Das bedeutet, dass sie keine Substanzen enthalten, die bei normalem Verzehr Vergiftungen oder systemische Toxizität verursachen. Aus toxikologischer Sicht gelten Orangen als unbedenklich.
„Ungiftig“ bedeutet jedoch nicht „risikofrei“. Viele Lebensmittel, die in kleinen Mengen unbedenklich sind, können bei falscher Dosierung dennoch Probleme verursachen. Orangen gehören zu dieser Kategorie.
Warum Orangen nicht als giftig gelten
Orangen enthalten keine schädlichen Verbindungen wie zum Beispiel:
Theobromin (in Schokolade enthalten)
Xylit (in einigen Süßungsmitteln enthalten)
Giftige Alkaloide
Aus diesem Grund ist bei versehentlichem Verzehr kleiner Mengen Orangenfleisch in der Regel kein Notfalleingriff erforderlich.
Warum Probleme immer noch auftreten
Obwohl Orangen ungiftig sind, können sie aufgrund ihrer Zusammensetzung dennoch zu klinischen Symptomen führen.
Die wichtigsten Faktoren sind:
Zitronensäure → kann die Magenschleimhaut reizen
Natürliche Zuckerarten → können das Stoffwechselgleichgewicht stören
Ballaststoffgehalt → kann bei übermäßigem Verzehr zu weichem Stuhl führen.
Diese Effekte sind dosisabhängig und variieren von Person zu Person.
Giftig vs. Reizend: Der entscheidende Unterschied
Kategorie | Bedeutung | Orangen |
Verursacht Vergiftungen und systemische Schäden | NEIN | |
Irritierend | Verursacht lokale oder vorübergehende Beschwerden | Ja |
Diese Unterscheidung ist wichtig. Orangen sind für Hunde nicht giftig, können aber bei falschem Verzehr den Verdauungstrakt reizen.
Wann ist es besorgniserregend?
Orangen können in folgenden Situationen problematisch werden:
Große Mengen auf einmal konsumiert
Der Hund hat ein empfindliches Verdauungssystem.
Schale oder Kerne werden verzehrt.
Eine zugrundeliegende Stoffwechselerkrankung ist vorhanden
In diesen Fällen sind die Symptome in der Regel mild, können aber eine Überwachung erforderlich machen.
Mögliche klinische Anzeichen
Erbrechen
Durchfall
Bauchbeschwerden
Vorübergehender Appetitverlust
Diese Symptome sind in der Regel von selbst wieder verschwindend, sobald die Frucht aus dem Speiseplan gestrichen wird.
Praktische Bewertung
Orangen gelten als unbedenklich für den Verzehr, dennoch sollte ihr Konsum kontrolliert werden. Die fehlende Giftigkeit sollte nicht als Grund für häufigen oder unkontrollierten Verzehr interpretiert werden.
Wann sollten Hunde Orangen meiden?
Obwohl viele gesunde Hunde kleine Mengen Orangen vertragen, gibt es bestimmte Situationen, in denen Orangen vermieden oder stark eingeschränkt werden sollten.
Hunde mit Diabetes
Orangen enthalten natürlichen Zucker, der den Blutzuckerspiegel beeinflussen kann. Bei diabetischen Hunden können selbst geringe Schwankungen die Behandlung der Erkrankung beeinträchtigen.
Aus diesem Grund:
Orangen werden im Allgemeinen nicht empfohlen.
Falls sie in Betracht gezogen werden, sollten sie nur unter strenger Kontrolle eingesetzt werden.
Übergewichtige oder fettleibige Hunde
Eine übermäßige Kalorienzufuhr trägt unabhängig von der Quelle zu einer Gewichtszunahme bei. Auch wenn Orangen relativ kalorienarm sind, trägt ihr Zuckergehalt dennoch zur Gesamtenergiezufuhr bei.
Häufiger Gebrauch kann:
Langsamer Gewichtsverlust
Zunahme der Fettansammlung
Hunde mit empfindlicher Verdauung
Hunde mit einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Problemen reagieren mit größerer Wahrscheinlichkeit negativ auf Zitrusfrüchte.
Gemeinsame Risikogruppe:
Chronischer Durchfall
Nahrungsmittelunverträglichkeit
Reizdarmmuster
Bei diesen Hunden lösen Orangen oft schon in kleinen Mengen Symptome aus.
Hunde mit Zahnempfindlichkeit
Der Säuregehalt von Orangen kann dazu beitragen:
Emaille-Abnutzung
Erhöhte Empfindlichkeit
Dies ist insbesondere bei Hunden mit bereits bestehenden Zahnproblemen relevant.
Welpen und Junghunde
Welpen reagieren empfindlicher auf Ernährungsumstellungen. Ihr Verdauungssystem muss sich noch anpassen, und säurehaltige Nahrungsmittel können dieses Gleichgewicht stören.
Orangen sollten:
Bei sehr jungen Welpen vermeiden.
Bei älteren Welpen vorsichtig einführen.
Hunde, die sofortige Intoleranz zeigen
Manche Hunde vertragen Orangen einfach nicht gut. Schon nach sehr kleinen Mengen können Symptome auftreten.
Wenn ein Hund Folgendes zeigt:
Sofortiges Erbrechen
Essensverweigerung
Lethargie nach dem Verzehr
Dann sollten Orangen dauerhaft vom Speiseplan gestrichen werden.
Zusammenfassungstabelle
Zustand | Empfehlung |
Diabetes | Vermeiden |
Strengstens beschränken | |
Empfindliche Verdauung | Vermeiden |
Zahnprobleme | Mit Vorsicht verwenden |
Welpen | Sehr eingeschränkt oder vermeiden |
Bekannte Unverträglichkeit | Nicht verwenden |
Praktische Bewertung
Orangen sind nicht für jeden Hund geeignet. Es ist wichtig, individuelle Risikofaktoren zu ermitteln, bevor man ein neues Futter einführt. In vielen Fällen ist es sicherer und einfacher, Orangen ganz zu meiden.
Häufig gestellte Fragen
Dürfen Hunde jeden Tag Orangen essen?
Hunde sollten nicht täglich Orangen fressen. Orangen sind zwar nicht giftig, aber ihr natürlicher Zucker- und Zitronensäuregehalt macht sie für den täglichen Verzehr ungeeignet. Regelmäßige Fütterung kann zu Verdauungsbeschwerden, weichem Stuhl und allmählicher Gewichtszunahme führen. Am besten ist es, Orangen nur ein- bis zweimal pro Woche in kleinen Portionen anzubieten. Tägliche Fütterung bietet keine zusätzlichen gesundheitlichen Vorteile und kann mit der Zeit das Risiko einer Magen-Darm-Empfindlichkeit erhöhen.
Wie viel Orange darf ein Hund gefahrlos fressen?
Die sichere Menge an Orange hängt von der Größe und Verträglichkeit des Hundes ab. Kleine Hunde sollten nur ein bis zwei kleine Stücke bekommen, mittelgroße Hunde zwei bis drei und große Hunde einige Stücke mehr. Diese Portionen sollten nur gelegentlich verfüttert werden. Es ist wichtig, Orangen langsam einzuführen und die Reaktion des Hundes zu beobachten. Selbst vermeintlich sichere Mengen können bei Hunden mit empfindlichem Verdauungssystem Probleme verursachen.
Dürfen Welpen unbedenklich Orangen essen?
Welpen dürfen Orangen essen, aber nur in sehr kleinen Mengen und mit Vorsicht. Ihr Verdauungssystem ist noch in der Entwicklung, weshalb sie empfindlicher auf säurehaltige Lebensmittel reagieren. Ein winziges Stück genügt für den ersten Kontakt. Treten Verdauungsbeschwerden auf, sollten Orangen vermieden werden. In den meisten Fällen benötigen Welpen kein Obst in ihrer Ernährung; ihr Nährstoffbedarf wird am besten durch ein ausgewogenes Welpenfutter gedeckt.
Sind Orangen für Hunde giftig oder gefährlich?
Orangen sind für Hunde nicht giftig. Sie enthalten keine Substanzen, die wie Schokolade oder Xylit Vergiftungen auslösen können. Allerdings können sie bei Verzehr großer Mengen oder bei Hunden mit Zitrusallergie Verdauungsbeschwerden verursachen. Die Hauptrisiken liegen eher im Säure- und Zuckergehalt als in einer Vergiftung. Daher ist eine kontrollierte Fütterung notwendig.
Dürfen Hunde Orangenschalen essen oder ist das schädlich?
Hunde sollten keine Orangenschalen fressen. Die Schale ist schwer verdaulich und kann Magenreizungen, Erbrechen oder in manchen Fällen sogar einen Darmverschluss verursachen. Sie enthält außerdem ätherische Öle, die den Verdauungstrakt zusätzlich reizen können. Hunde sollten nur die geschälte Frucht und auch diese nur in kleinen Mengen bekommen.
Dürfen Hunde Orangenkerne bedenkenlos fressen?
Hunde sollten keine Orangenkerne fressen. Obwohl sie nicht hochgiftig sind, besteht Erstickungsgefahr und sie können den Verdauungstrakt reizen. Die Kerne sollten daher vor dem Verfüttern von Orangen an Hunde immer entfernt werden. Für eine sichere Fütterung ist eine sorgfältige Vorbereitung erforderlich, einschließlich der Entfernung aller nicht essbaren Teile.
Warum weigern sich manche Hunde, Orangen zu fressen?
Viele Hunde meiden Orangen instinktiv wegen ihres starken Zitrusgeruchs und sauren Geschmacks. Hunde haben einen feineren Geruchssinn als Menschen, und Zitrusfrüchte sind für sie oft unangenehm. Diese Ablehnung ist normal und sollte nicht erzwungen werden. Es gibt viele andere Früchte, die Hunde möglicherweise leichter annehmen.
Können Orangen bei Hunden Durchfall verursachen?
Ja, Orangen können Durchfall verursachen, insbesondere bei großen Mengen oder bei empfindlichen Hunden. Die Kombination aus Ballaststoffen, Zucker und Säure kann die Verdauung stören. Tritt Durchfall auf, sollten Orangen sofort vom Speiseplan gestrichen und der Hund wieder normal gefüttert werden.
Sind Orangen gut für Hunde oder nur unbedenklich?
Orangen können in kleinen Mengen aufgrund ihres Gehalts an Antioxidantien und Ballaststoffen vorteilhaft sein. Sie sind jedoch nicht notwendig für die Gesundheit eines Hundes. Hunde erhalten bereits alle essentiellen Nährstoffe über eine ausgewogene Ernährung. Orangen sollten daher eher als unbedenklicher, optionaler Leckerbissen denn als notwendiges oder besonders gesundheitsförderndes Lebensmittel betrachtet werden.
Dürfen Hunde mit Diabetes Orangen essen?
Diabetische Hunde sollten generell auf Orangen verzichten. Der natürliche Zuckergehalt kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen und die Behandlung der Erkrankung erschweren. Schon kleine Mengen können zu Schwankungen führen. In solchen Fällen ist es sicherer, Zitrusfrüchte ganz zu meiden oder sie nur unter strenger Kontrolle zu verabreichen.
Welche Früchte sind für Hunde sicherer als Orangen?
Manche Früchte sind im Allgemeinen besser verträglich als Orangen. Blaubeeren, Äpfel (ohne Kerne) und Wassermelonen werden oft bevorzugt, da sie weniger Säure und Zucker enthalten. Diese Früchte sind leichter verdaulich und bergen ein geringeres Risiko für Hautreizungen.
Was soll ich tun, wenn mein Hund zu viel Orange frisst?
Frisst ein Hund zu viel Orange, können leichte Symptome wie Durchfall oder Erbrechen auftreten. In den meisten Fällen klingen diese innerhalb von 24 bis 48 Stunden von selbst ab. Die Futtermenge sollte vorübergehend auf das gewohnte Futter beschränkt und frisches Wasser bereitgestellt werden. Sollten die Symptome anhalten oder sich verschlimmern, ist eine weitere Untersuchung erforderlich.
Schlüsselwörter
Dürfen Hunde Orangen essen? Sind Orangen unbedenklich für Hunde? Wie viel Orange darf ein Hund essen? Dürfen Welpen Orangen essen? Welche Früchte sind für Hunde unbedenklich?
Quellen
Quelle | Link |
Amerikanische Veterinärmedizinische Vereinigung (AVMA) | |
US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) – Tier- und Veterinärmedizin | |
Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) | |
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) | |
Weltverband der Kleintierärzte (WSAVA) | |
Veterinärklinik Mersin Vetlife |




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